BAUERNKRIEGSMASCHINE

Gebhard Sengmüller in Zusammenarbeit mit Michael Blank

 

Museum Schloss Ritzen

Museumsplatz 1
5760 Saalfelden am Steinernen Meer

 

Eröffnung am Freitag, 8. Mai 2026, 19 Uhr

Einführende Worte: Katja Mittendorfer-Oppolzer, Kuratorin am Salzburg Museum

 

Ausstellungsdauer: 9. Mai bis 31. Oktober 2026

Juli, August, September: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr

Mai, Juni, Oktober: Donnerstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr 

Kassaschluss 16 Uhr

 

Bauernkriegsmaschine ist eine medienarchäologische Versuchsanordnung, die die Geschichte des Salzburger Bauernkriegs von 1525/26 spekulativ neu schreibt: Was wäre gewesen, wenn die Aufständischen bereits über eine eigene, überlegene Medieninfrastruktur verfügt hätten? Die Installation rekonstruiert eine fiktive, aber technisch plausible Technologie der frühen Neuzeit, ein alternatives Kommunikationsmittel der Rebellion.

 

Im Begleittext zu seinem Kunstwerk „The Edison Effect“ (1993) schreibt Paul DeMarinis über die Erfindung des Phonographen: „Die Erfindung oder vielmehr die Entdeckung der Tonaufzeichnung und -wiedergabe durch Edison war für die ganze Welt ein Schock, einschließlich des Erfinders selbst. [...] Die Sprechmaschine war eine einfache mechanische Vorrichtung, die schon mehrere Jahrhunderte zuvor hätte gebaut werden können, rechtzeitig, um Bach und Mozart zu internationalem Ruhm zu verhelfen.“ 

 

In Analogie zu dieser Überlegung entwickelt Bauernkriegsmaschine ein geheimes, elektrisches Nachrichtensystem des frühen 16. Jahrhunderts und zeigt dabei, wie sehr der Ausgang gesellschaftlicher Konflikte auch von der Verfügbarkeit von Informationstechnologie abhängt.

 

Weitere Informationen unter: bauernkriegsmaschine.gebseng.com